Der Goldpreis stieg im Berichtsjahr 2010 um fast 27 %
auf zuletzt rd. 1.410 $. Den größten Einfluss übte dabei
das Anlegerverhalten aus. Eine unabsehbar wachsende
Schuldenlast in Europa und in der Folge Befürchtungen
von Turbulenzen an den Finanzmärkten ließen Anleger
den ‚sicheren Hafen‘ Gold ansteuern. Eine weltweit
stabile physische Nachfrage nach Gold stützte den
Trend steigender Preise für das gelbe Metall.

Die neue Attraktivität des Goldes als Anlagemedium
setzte –historisch einmalig- den üblichen
Zusammenhang von festeren Wechselkursen des US-
Dollars und nachgebenden Notierungen für Gold außer
Kraft: die Wechselkurse des $ stiegen im Vergleich
zum € bei gleichzeitig festeren Goldpreisen.

Dämpfend wirkten die hohen Preise vereinzelt auf das
Produktgeschäft. Auch in 2011 setzte sich der Trend
steigender Notierungen fort.


Die Bergwerksproduktion von Gold stieg auf einen
Rekordstand von 2.689 t. Die Ausweitung der
Förderung reagierte damit auf die Preisentwicklung, die
seit einer Dekade stetig steigende Notierungen
aufweist. China, dessen Bergbauindustrie schnell auf
die Marktgegebenheiten reagierte, behielt seinen
Spitzenplatz.

Australien weitete seine Kapazitäten aus und
verbuchte den größten Zuwachs.
Die Bergwerksförderung Südafrikas fiel das
achte Jahr in Folge auf nunmehr 203 t – die
Hälfte der Förderung von vor 10 Jahren!
Die Mengen, die aus dem afrikanischen
Kleinbergbau geliefert wurden, nahmen
beträchtlich zu.


Angebotstatistik für Gold 2009/2010
(Angaben in t)
2009 2010
Bergwerksproduktion 2.589 2.689
davon:
China
324 351
Australien 224 261
USA 221 234
Russland 205 203
Süd-Afrika 220 203
Quelle: Gold Fields Mineral Services Ltd.

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