Silber erzielte zum Jahresende mit über 30 $ einen
Preis, der um über 78% über der Notierung lag, die zu
Jahresbeginn festgestellt wurde.
Im Sog der Preisentwicklung bei Gold, aber auch bei
anderen Rohstoffen (z.B. Kupfer) stieg der Silberpreis
auf den höchsten Stand seit 30 Jahren.
Treibende Kräfte waren eine hohe Silbernachfrage der
Industrie (vor allem aufgrund des Absatzes bei
Elektronikprodukten), optimistische Konjunktur-
prognosen und wie auch bei anderen Edelmetallen
lebhafte Anlegeraktivitäten ausgelöst durch die
Staatsschuldenkrise in Europa.
Die börsengehandelten Silberfonds stiegen auf ein
neues Rekordhoch. Auch in 2011 setzte sich der Trend
steigender Notierungen fort.

Angetrieben durch neue Projekte z.B. in Mexiko, dem
größten Silberproduzenten, stieg die Bergbauförderung
auf ein neues Rekordniveau von 22.889 t.
Die hohen Silberpreise regten zur Ausweitung der
Kapazitäten an. Das Schrottangebot erreichte mit
6.687 t einen neuen Rekordstand.
Zunahmen beim Recycling industrieller Anwendungen
und beim Schmuck übertrafen den Rückgang aus dem
Fotobereich. Die Regierungsverkäufe – vor allem aus
Russland – nahmen wieder zu.



Angebotsstatistik für Silber 2009/2010
(Angaben in t)
2009 2010
Bergwerksproduktion 22.341 22.889
davon:    
Mexico 3.555 4.000
Peru 3.844 3.611
China 2.774 3.085
Sekundärgewinnung (Altschrottaufkommen) 5.860 6.657
Bestandsabbau - -
Regierungsverkäufe 482 1.393
Sicherungsgeschäfte - 1.901
Gesamtangebot 28.683 32.870
Quelle: Gold Fields Mineral Services Ltd.

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