Die Silbernotierungen gaben um fast 28% auf
10,79 $/troz nach. Mit fast 21 $ waren die Preise dabei
zeitweise auf den höchsten Stand seit 27 Jahren ge-
klettert. Auslöser war vor allem spekulatives Interesse.
Darüber hinaus folgte Silber dem allgemeinen Preistrend
bei Rohstoffen, insbesondere dem von Gold.

Befürchtungen, die Wirtschafts- und Finanzkrise könnte
sich dauerhaft nachteilig auf die Industrieproduktion
auswirken, kehrten den Preistrend um. Die Nachfrage
nahm ab. Ein erstarkter US-Dollar übte zusätzlich Druck
auf die Preise aus. Großen Zulauf fanden wieder die
ETFs.

Die Bergbauproduktion stieg auch wegen einer hohen
Ausbringung als Bei-Produkt des Goldbergbaus um
2,5% auf den neuen Rekord von 21.179 t. Gesteigert
wurde die Förderung vor allem in Lateinamerika, in
China und in Russland. Das Schrottangebot verringerte
sich auf den niedrigsten Stand seit 11 Jahren.
Maßgeblich wirkte sich dabei der fortschreitende
Rückgang der Silberverwendung im Fotobereich mit
entsprechenden Folgen für den Silberrückfluss aus.
Die Regierungsverkäufe insgesamt sanken vorwiegend
aufgrund ausbleibenden Materials aus China, Indien
und Russland.




Angebotsstatistik für Silber 2007/2008
(Angaben in t)
2007 2008
Bergwerksproduktion 20.660 21.179
davon:    
Peru 3.502 3.680
Mexico 3.135 3.241
China 2.451 2.575
Sekundärgewinnung (Altschrottaufkommen) 5.658 5.494
Bestandsabbau - -
Regierungsverkäufe 1.316 961
Sicherungsgeschäfte - -
Gesamtangebot 27.634 27.634
Quelle: Gold Fields Mineral Services Ltd.
World Silver Survey (2009)

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